Wie Lüftet man richtig?

 

Luftfeuchtigkeit und Temperatur bestimmen das Raumklima in Ihrer Wohnung.

Kochen, Duschen und Atmen erhöhen die Luftfeuchtigkeit, aber auch Zimmerpflanzen tragen dazu bei.

Heizen und Lüften bilden dabei eine Einheit: Das Lüften sorgt für frische Luft und transportiert im Winter überschüssige Feuchtigkeit nach draußen. Das Heizen sorgt für eine angenehme Raumtemperatur und verhindert die Bildung von Schimmel in zu kühlen, feuchten Räumen.

Die Luftfeuchtigkeit sollte nie so hoch sein, dass sich Tauwasser an Wänden oder Fenstern niederschlägt. Das erhöht die Gefahr der Schimmelbildung erheblich und stellt somit ein Gesundheitsrisiko dar.

Regelmäßiges und ausreichendes Lüften ist also unabdingbar.

 

So lüften Sie richtig

Lüften Sie immer bei ganz geöffnetem Fenster (Stoßlüftung). Nur so ist ein intensiver Luftaustausch gewährleistet. Kipplüften erhöht den Energieverbrauch drastisch und sollte deshalb vermieden werden. Öffnen Sie zusätzlich die Innentüren und lüften Sie quer, um die Effektivität des Lüftens noch zu erhöhen.

Schließen Sie während des Lüftens die Heizkörperventile.

Lüften Sie die Räume je nach ihrer Nutzung: Schlafräume lüften Sie am besten morgens nach dem Aufstehen, mindestens 5-10 Minuten. In Küche und Bad, wo viel Feuchtigkeit entsteht, sollte direkt nach dem Entstehen gelüftet werden. Innenliegende Bäder haben keine Fenster, lassen Sie die Lüftung lange genug laufen.

Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 25% und 60% betragen.

Wenn Sie Wäsche in der Wohnung trocknen möchten, beachten Sie folgendes: Fenster ankippen, um entstehende Feuchtigkeit sofort abzutransportieren, Heizung an und Innentür geschlossen halten.

Große Möbelstücke sollten Sie möglichst nur an Innenwänden oder gut gedämmten Außenwänden aufstellen. Achten Sie auch auf einen ausreichenden Abstand zur Wand (5-10 m) und Lüftungsschlitze am Boden, damit die Luft dahinter gut zirkulieren kann. Ansonsten droht Tauwasser und damit Schimmelbildung.

So heizen Sie richtig

Heizen Sie alle Räume auf mindestens 16° Celsius - auch solche, die Sie nicht benutzen, um kritische Feuchtigkeitsbildung zu vermeiden.

Halten Sie die Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen - bei geöffneten Türen strömt warme Luft in das kühlere Zimmer und kondensiert dort: Gefahr von Schimmelbildung.

Schließen Sie während des Lüftens die Heizkörperventile. So sparen Sie Heizenergie.

Senken Sie nachts die Heiztemperatur ab - jedes Grad weniger spart einiges an Heizkosten.

Achten Sie darauf, dass die Heizkörper nicht durch Vorhänge oder Möbel verdeckt werden. Auch hier gilt: mindestens 10 cm Abstand zu Heizkörper und Boden, damit die Luft zirkulieren kann.

Tipp:

Eine gute Dämmung und Luftdichtigkeit der Außenwände reduzieren Heizwärmeverluste erheblich.